Bester Schoppen von Hanka

Während der Verkostung zur Schoppen-Trophy.
WS. RHEINGAU. Der beste Riesling-Schoppen des Rheingaus wird in der Gutsschänke des Weinguts Hanka in Johannisberg getrunken. Das ist das Ergebnis der 7. Auflage der Rheingauer Schoppen-Trophy, veranstaltet vom „Rheingauer Weinschmecker“, an der sich 35 Weingüter mit angeschlossener Schänke beteiligt hatten. Sie hatten zur Blindverkostung jeweils ihren preiswertesten trockenen Schoppenwein der aktuellen Weinkarte eingereicht. Wegen der hohen Leistungsdichte der Erzeuger ging es diesmal besonders knapp zu.
Nur einen Wimpernschlag hinter Sieger Hanka platzierten sich die Weingüter Allendorf (2.) und Laquai (3.) noch knapp vor Schloss Vollrads (4.), dem Siegerweingut von 2009, und vor Trenz (5.), dem Gewinner von 2006. Erstmals ist es dem Weingut Koegler (6.) gelungen, einen Rang in der Spitzengruppe zu erreichen.
Zu den Top Ten des Rheingaus zählen ferner die Weingüter Dienst (7. Platz, Hochheim), die Hessischen Staatsweingüter (8. Platz, Eltville), Vorjahressieger Schönleber-Blümlein (9. Platz, Winkel), und das Weingut Schumann-Nägler (10. Platz, Geisenheim).
Die Urkundenverleihung erfolgt in Kürze im Siegerweingut Hanka durch Staatssekretär Mark Weinmeister.
Der Gewinner-Schoppen ist ein sehr fruchtbetonter, reintöniger, rassiger, frischer und saftiger Riesling.
Der 7. Schoppen-Wettbewerb dieser Art ist auch eine Bestätigung des hohen und kontinuierlichen Qualitätsstrebens vieler Güter. In der „ewigen“ Bestenliste der Schoppentrophy (seit 2005) führt nun das Weingut Hanka (84 Punkte) klar vor dem Weingut Trenz (68 Punkte).
Im April waren die vom „Rheingauer Weinschmecker“ ausgewählten 40 besten Straußwirtschaften und Gutsschänken des Rheingaus sowie einige „Anwärter“ zum 7. Mal aufgerufen worden, ihre „Nummer 1“ der Weinkarte und damit ihren typischen „Rheingau Riesling Qualitätswein trocken“ zur großen Blindverkostung anzustellen.
35 Betriebe waren dieser Einladung gefolgt – was die anhaltend hohe Bedeutung des Wettbewerbs unterstreicht. Die Betriebe hatten – vornehmlich in der Literflasche abgefüllte - und fast ausschließlich mit Schraubverschluss verschlossene – trockene Rieslingweine (QbA) des Jahrgangs 2010 eingereicht.
Zur objektiven Weinbeurteilung wurden zwei Jurys gebildet:
Jury 1 aus 18 Vertretern der teilnehmenden Betriebe
Jury 2 aus 14 unabhängigen Vertretern der Weinbranche, der Weinverbände, der Gastronomie, der Medien und der Verbraucher.
Die Bewertung der Weine erfolgte anhand eines Wertungsbogens im 20 Punkte-Schema (mit 0,5 Punkte-Zwischennoten). Verkostet wurden die zuvor in neutrale Literflaschen umgefüllten Weine im Rüdesheimer Schloss der Familie Breuer, Rüdesheim. Die Juroren hatten zwei Stunden Zeit, die 35 Weine sorgsam zu verkosten und zu bewerten.
Beide – streng urteilenden - Jurys kamen zu einem annähernd gleichen Resultat. Kaum ein Winzer hatte seinen eigenen Wein „erkannt“, wie die individuellen Bewertungen der Weine zeigten. Auch die Idealnote 20 für einen „perfekten Schoppen“ wurde einige Male vergeben. Insgesamt zehn Weine konnten sich von einem sehr starken und sehr eng beieinander liegenden Mittelfeld leicht absetzen. Seine Aussagekraft erhält das Urteil aus mehr als 1100 Wein-Einzellewertungen.
Die 10 Sieger-Weingüter der 7. Schoppen-Trophy
1. Hanka: 2010 Johannisberger Erntebringer Riesling trocken
2. Allendorf: 2010 Winkeler Jesuitengarten Riesling trocken
3. Laquai: 2010 Rheingau Riesling trocken
4. Schloss Vollrads: 2010 Rheingau Riesling trocken
5. Trenz: 2010 Rheingau Riesling trocken
6. Koegler: 2010 Gutswein Riesling trocken
7. Dienst: Dorotheenhof Rheingau Riesling trocken
8. Hessische Staatsweingüter: 2010 Rheingau Riesling trocken
9. Schönleber-Blümlein: 2010 Rheingau Riesling trocken
10. Schumann-Nägler: 2010 Rheingau Riesling trocken
Blindverkostung am 20. Juni 2011, Rüdesheimer Schloss
Organisation, Koordination, Probenleitung: Oliver Bock, Eltville
Jury 1: 18 Vertreter der 35 teilnehmenden Betriebe
Jury 2: 14 Vertreter der Weinbranche und Verbände, Gastronomie, Medien und Verbraucher
