• Weinverkostung - Oliver Bock

    Hier verkostet der Weinschmecker. Er bewertet, lobt und kritisiert, was ihm auf die Zunge kommt und er veröffentlicht im Weinblog auszugsweise seine Degustationsnotizen und Weineindrücke sowie seine Weinerlebnisse auch außerhalb des Rheingaus.

Rekordpreis für Rotwein

Mit ihrer diesjährigen Frühjahrsauktion haben die Hessischen Staatsweingüter vor fast 500 Gästen einen Bruttoumsatz von 103.000 Euro und damit eines der besten Ergebnisse der zurückliegenden Jahrzehnte erzielt. Deutschlands größtes Weingut meldet zudem einen Rekord: Knapp 12.500 Euro für eine Flasche 1917er Assmannshäuser Höllenberg seien ein bislang für deutschen Spätburgunder-Rotwein noch nicht erreichter Preis. Gleichzeitig sei dies höchste Einzelgebot für eine Flasche Wein im Kloster Eberbach in den vergangenen drei Jahrzehnten. Ein ebenfalls rarer 1947er Rauenthaler Wülfen Riesling Cabinet war einem Weinliebhaber immerhin 6783 Euro wert, und eine 1967er Rüdesheimer Hinterhaus Riesling Beerenauslese fand erst für 833 Euro einen neuen Eigentümer. Zufrieden sind die Staatsweingüter auch mit den erzielten Ergebnissen für vergleichsweise junge Weine. Der 2012er Assmannshäuser Höllenberg in der Doppelmagnum wurde für das Höchstgebot von 452 Euro zugeschlagen, der 2007er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet für immerhin 119 Euro. Insgesamt wurden von Auktionator Leo Gros 32 Versteigerungslose aufgerufen worden, darunter auch der diesjährige Benefizwein: Ein 1947er Assmannshäuser Höllenberg Frühburgunder Natur. Der Nettoerlös von 5800 Euro geht an das „Haus für Frauen“ in Not Bad Schwalbach.