Trenz gewinnt 13. Schoppen-Trophy

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser ehrt Sieger in Johannisberg

Der Weinjahrgang 2016 hat die Rheingauer Winzer durch Wetterkapriolen und die Bedrohung durch den falschen Mehltau zwar vor einige Herausforderungen gestellt, der Region aber dennoch viele gute Trink- und Schoppenweine beschert. Die große Blindverkostung des Rheingauer Weinschmeckers, an der fast 30 Winzer und Weinfachleute mitgewirkt haben, hat die Einschätzung des Weinbauverbands zum neuen Jahrgang bestätigt.

Den besten Schoppen trinkt der Weinfreund in dieser Saison im Rheingau in der Schänke und im Innenhof des Weinguts Trenz in Johannisberg. Die höchste Punktzahl unter 36 angestellten Weinen – zehn Prozent mehr als im Vorjahr – nimmt Winzer Michael Trenz als Bestätigung seines Qualitätsstrebens. Trenz ist erst der zweite Winzer, der sich zum zweiten Mal in die Siegerliste eintragen konnte. Es war gewissermaßen ein Erfolg mit Ansage, denn im Vorjahr hatte das Weingut den dritten Platz belegt, was laut Weinschmecker-Autor und Trophy-Organisator Oliver Bock eindrucksvoller Beleg für die hohe Konstanz bei der Erzeugung von Qualitätsweinen ist.

Bei der Blindverkostung im Tagungszentrum Sickinger Hof des Weingasthauses Rüdesheimer Schloss in Rüdesheim setzte sich Trenz mit knappem Vorsprung gegen das Geisenheimer Weingut Schumann-Nägler und das Winkeler Weingut Allendorf durch, die gemeinsam auf den 2. Platz kamen. Dritter wurde das Martinsthaler Weingut Keßler mit einer „Martinsthaler Wildsau“ trocken. 

Das Weingut Trenz bewirtschaftet auf 85 Prozent der Rebfläche, auf zwölf Prozent Spätburgunder und auf drei Prozent Weißburgunder. In der Lage "Johannisberger Hölle" wachsen auf verwittertem Quarzit Rieslinge mit ausgeprägter Mineralität. Die Spätlesen der Lage "Johannisberger Vogelsang" werden durch Aromen von Maracuja oder reifer Birne geprägt. Das Weingut legt vor allem Wert auf fruchtbetonte, finessenreiche und elegante Weine.

Insgesamt wurden die 36 Weine von 28 Juroren blind geprüft und nach einem 20 Punkte-System bewertet.

Der Jury gehörten Vertreter der teilnehmenden Güter, Gastronomen, Weinjournalisten, Vertreter der Weinbranche und der Verbraucher an, darunter auch die Rheingauer Weinkönigin Stephanie Kopietz.

Die Siegerehrung nahm die Staatssekretärin im hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Beatrix Tappeser, vor. Sie lobt das Ziel des Wettbewerbs, nämlich die Qualität im Rheingauer Weinbau weiter zu fördern, dabei den Blick auf die umsatzstarken Basisweine zu legen und für die Weinbauregion zu werben.

Das Ergebnis der 13. Schoppentrophy:

  1. Platz

Weingut Trenz, Johannisberg

2016 Rheingau Riesling trocken „Basic“

  1. Platz

Weingut Allendorf, Winkel

2016 Rheingau Riesling trocken

UND

Weingut Schumann-Nägler, Geisenheim

2016 Rheingau Riesling trocken

  1. Platz

Weingut Keßler, Martinsthal

2016 Martinsthaler Wildsau Riesling trocken

  1. Platz

Dienst, Hochheim

2016 Dorotheenhof Riesling trocken

  1. Platz

Hanka, Johannisberg

2016 Rheingau Riesling trocken

  1. Platz (geteilt)

Diefenhardt, Martinsthal

2016 Rheingau Riesling trocken

Mitter-Velten, Hochheim

2016 Daubhaus Riesling Kabinett trocken

Crass, Erbach

2016 Rheingau Riesling trocken

Laquai, Lorch

2016 Rheingau Riesling trocken

F.B. Schönleber, Winkel

2016 Rheingau Riesling trocken